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Zur Vorgeschichte Schottlands (2. Und 3. Jhd.)


Im fünften und vierten Jahrtausend v. Chr. wird Schottland erstmals nachweisbar vom Kontinent her besiedelt. Funde liefert unter anderem Skara Brae, ein um 2100 v. Chr. durch einen Sturm verschüttetes Dorf auf den Orkney- Inseln.

2. Jh. v. Chr.:



Vertreter der bronzezeitlichen Becherkulturen erreichen schottischen Boden und schürfen nach Kupfer. Von ersten prähistorischen Siedlungen zeugen Kammergräber (Chambered Cairns) vor allem auf den Orkneys (Maes Howe, um 2000 v. Chr.) und den westlichen Inseln sowie Steinkreise auf den Nordinseln und den Hebriden (Callanish auf Lewis, um 1800 v. Chr.).

2./3. Jh. v. Chr.:

Kelten wandern vom Kontinent her ein. Dies konnte durch Funde von Kampfwagen nachgewiesen werden. Vor allem im Norden und auf den Hebriden hinterlassen Einwanderer aus Irland viele Steintürme (Duns, Brochs).


Die Römer in Schottland



Die Römer landen 43 n. Chr. zum zweiten Mal in England und beginnen mit der Errichtung der Provinz Britannia. Im Jahr 77 versucht Agricola die Nordgrenze durch Forts zwischen Clyde und Forth zu sichern. Sein Schwiegersohn Tacitus nennt das nördliche Land der Briten "Caledonia". Die Eroberung des Norden scheiter im 2. Jahrhundert n. Chr., nun beschränken sich die Römer nur noch auf die Sicherung der nördlichen Grenze. 122 wird auf Befehl von Kaiser HADRIANS das nach ihm benannte Befestigungswerk zwischen den Mündungen von Solway und Tyne erbaut. 142 bauten Legionäre noch weiter nördlich die Befestigungsanlage "ANTONINE WALL", der aber nur 35 Jahre hält.

Die Schlacht vom Mons Graupius

Der römische Historiker Tacitus berichtet, daß Agricolas Heer im Sommer des Jahres 83 n. Ch. Nordwärts zogen und an einem Hügel in sichtweite des Meeres eine siegreiche Schlacht gegen die kaledonischen Krieger führte. Diese Schlacht am Mons Graupius, deren Austragungsort viele Historiker in der Nähe von Bennachie bei Invverurie vermuteten, verlieh auch den Grampain Mountains ihren Namen - als nämlich um 1470 in einem Druck fälschlicherweise ein "U" durch ein "N" ersetzt wurde.

3./4. Jh.

Unter den Angriffen der Pikten und Skoten von Norden und Westen sowie der Sachsen von Süden schwindet die Macht der Römer in Britannien. Um das Jahr 383 n. Chr. beginnt der Rückzug der Römer.

Schottlands dunkle Jahre und allmähliche Anglisierung


5. - 7. Jh
Die nichtgermanischen, vorwiegend keltischen Völker im schottischen Raum sind trotz vieler Gemeinsamkeiten wahrlich keine Einheit. Keltisch - christliche Herrschaften und Königreiche dehnen sich bis zum 7.Jh. von Dunbarton über Cumberland, Lancashire, Whales, Devon und Cornwall bis zur Bretagne aus. Die Angelsachsen trennen die britisch- keltischen Herrschaften voneinander, dringen Ende des 7. Jh. bis zur Irischen See vor und errichten ihren Gesamtstaat bis Ende des 10. Jh.

663 / 664
Die Synode von Whitby beendet die Vorherrschaft der irisch- keltischen Kirche

1018
Im selben Zeitraum besiedeln Norweger die Orkneys und die Shetlands und unterhalten eine lose Verbindung zu Norwegen. Nach dem Überfall auf das Inselkloster Lindisfarne in Northumbria im Jahre 793 nehmen die Wikinger-Raubzüge massiv zu.

8. / 9. Jh.
Im 9. Jh. besetzen und besiedeln sie die Hebriden, Galloway, die Insel Man, die Westküste von Irland und die Ostküste von Wales. Die Jarls (Herrscher) von Orkney beherrschen Caithness, Sutherland und Teile von Ross, die bis 1266 unter norwegischer Hoheit bleiben.

1058 - 1093
Malcolm III., der in England aufgewachsen ist, treibt die Anglisierung Schottlands voran.

1068
heiratet er die Schwester des angelsächsischen Kronprätendenten Edgar mit Namen Margaret. Die schottische Kirche wird nach englisch - römischem Muster reformiert.

12. Jh.
Mit Einführung des Lehnswesen wird das keltische Königreich Schottland zu einer Feudalmonarchie englisch- kontinentalen Musters. Die Zentralgewalt wird zwar im Verlauf des Mittelalters gestärkt, aber das Land bleibt weiterhin gespalten in einen englisch- feudalistisch geprägten Süden und einen rebellierenden gälischen Nordwesten. Unter den Söhnen Malcolms III., Edgar, Alexander I. und David I., Lehnsträger des englischen Königs, verstärken sich die Verflechtungen mit England. 1138 David I. versucht Schottland nach Süden zu erweitern und fällt in Cumberland, Westmoreland und Northumberland ein, wird aber in der "Schlacht der Standarte" geschlagen. 1174 Im Vertrag von Falaise erkennt William I., the Lion, den engl. König als Lehnsherren an.

1192
Der Papst sanktioniert ausdrücklich die Selbständigkeit der schottischen Kirche als seiner "speziellen Tochter" (Bulle filia specialis) und stärkt damit die schottische Unabhängigkeit. Eine zentrale Verwaltung nach englischem Muster wird eingeführt. Die Burghs (Städte) erstarken und entwickeln sich zum mächtigen Third Estate. Viele Amtsträger in Kirche und Staat sind englischer Herkunft.

1237
Im Vertrag von York verzichtet Alexander II. auf die nordenglischen Grafschaften und akzeptiert als Südgrenze Schottlands die Tweed- Soloway- Linie.

1263 / 1266
In der Seeschlacht von Laergs werden die Wikinger besiegt. Mit dem Vertrag von Perth ist die Gefahr durch die Wikinger endgültig gebannt.

Die Schottischen Unabhängigkeitskriege

1281 - 1290
Nach dem Tode seines Sohnes verheiratet Alexander III. seine Enkelin Margaret (the Maid of Norway) mit Erik II. von Norwegen. Sie wird im Jahre 1286 als schottische Königin anerkannt. Margaret stirbt 1290 auf der Reise von Norwegen nach Schottland. Der Streit um ihre Nachfolge führt zu langen Kriegen mit England.

1290 - 1306
Dreizehn Kandidaten melden nach Margarets Tod Anspruch auf den Thron an und bitten den englischen König Edward I., zu entscheiden.

1291
John Balliol wird zum schottischen König ernannt und leistet Edward den Lehnseid. Dieser richtet in seiner Kanzlei eine Abteilung für die Verwaltung Schottlands ein.

1296
John Balliol dankt ab. Edward Balliol übernimmt die Herrschaft über Schottland, verwüstet es in einem 21-wöchigen Feldzug bis Elgin ("Rape of Scotland") und erzwingt damit vom Adel die Bestätigung seiner Oberhoheit in den "Ragmann Rolls". Er entführt den "Stone of Scone" nach London. Die Schotten schließen die erste "Auld Alliance" mit Frankreich.

1297
William Wallace organisiert eine Revolte gegen England, wird 1298 bei Fallkirk geschlagen und 1305 in London grausam hingerichtet.

1306 - 1329, Robert I, the Bruce
Der nationale Widerstand wird seit 1304 unter Führung von John Comyn und Robert the Bruce fortgesetzt. Bruce ermordet 1306 Comyn und wird zum König gekrönt, aber exkommuniziert. 1309 wird er von Frankreich als Staatsoberhaupt anerkannt, im selben Jahr wird das erste Parlament einberufen. Bruce beginnt Kriegszüge nach Nordengland und nimmt Edward II. fast alle von seinem Vater eroberten Gebiete ab.

1314 Bannockburn
Nach dem glorreichen Sieg über die Engländer 1314 in der Schlacht von Bannockburn ist Robert I., the Bruce, Herrscher. Ein Platz als Nationalheld bleibt ihm für immer in der schottischen Geschichte sicher.

1320 Declaration of Arbroath
Nach Erneuerung der Exkommunizieren und päpstlicher Intervention zugunsten Englands unterzeichnen Vertreter der Kirche und Angehörige des schottischen Adels die "Deklaration von Arbroath". Darin wird entschieden die englische und päpstliche Einmischung zurückgewiesen. Darüber hinaus wird die schottische Unabhängigkeit und die Freiheit der Schotten gegenüber ihrem König betont.

1324
Bruce wird 1324 vom Papst als rechtmäßiger König der Schotten anerkannt. 1328 folgt die offizielle Anerkennung durch England.

1329
Robert I., the Bruce, stirbt 1329. Er hinterläßt ein stabiles schottisches Königreich.

Die Herrschaft der Stuarts

1371 - 1406
Unter den ersten Stewart - Herrschern verfällt die königliche Macht, während der Adel zunehmend nach Unabhängigkeit strebt. 1398 werden die ersten Herzöge in Schottland ernannt und damit der Adel gestärkt, besonders Black Douglas im Süden.

1406
Thronfolger James wird 1406 vom englischen König gefangen genommen. Unter der Regentschaft des Herzogs von Albany nimmt die Zentralgewalt weiter ab.

1423 - 1437
James I. kommt 1423 gegen ein hohes Lösegeld frei. Es gelingt ihm, die Krone gegen den Adel wieder zu stärken und die Anarchie im Hochland einzudämmen. Vom Adel als "Tyrann" gehaßt, wird er 1437 ermordet. In den nächsten 200 Jahren kommen alle schottischen Monarchen minderjährig auf den Thron, weshalb der Einfluß des Adels wieder zunimmt. Trotzdem ist das 15. Jh. insgesamt von einem politischen und kulturellen Aufstieg gekennzeichnet.

1437 - 1488
Unter James II. und James III. bestehen die Konflikte mit dem Adel fort. Seit dem Jahr 1440 werden die mächtigen Douglas niedergeworfen. So wird Douglas selbst 1454 ermordet und sein Grundbesitz konfisziert. Von 1450 an entstehen neue Burgflecken (Burghs of Barony). Trotzdem bleiben die großen Adelsfamilien - wie die Hamilton, Hume, Hepburn, Kennedy und Gordon- gefährlich. Durch Einbeziehung des niederen Adels erfährt das Parlament eine Stärkung. Seit 1446 werden regelmäßige Parlamentsprotokolle angelegt. Die im Osten gelegenen schottischen Städte steigen durch blühenden Handel in diesem Raum auf. 1488 James III. bringt die Mehrzahl der Barone gegen sich auf. In der Schlacht von Sauchieburn wird er getötet.

1488
James III. bringt die Mehrzahl der Barone gegen sich auf. In der Schlacht von Sauchieburn wird er getötet.

1488 - 1513
James IV., Typus des vielseitigen Herrschers der Renaissance, stärkt die Monarchie erneut. Er unternimmt in der Zeit von 1493 bis 1499 sechs Feldzüge ins Hochland zur Unterwerfung der Clans, die er geschickt gegeneinander ausspielt. 1494 schließt er den "Ewigen Frieden" mit Henry VII. von England, 1503 heiratet er Margaret Tudor. Es beginnt eine kulturelle Blütezeit, so ist die Einführung des Buchdrucks im Jahre 1507 wegweisend. Mit der Krönung 1590 von Henry VIII. zum englischen König ändern sich die schottisch- englischen Beziehungen abrupt. Nach der Gründung der Heiligen Liga 1511 (England, der Papst, Spanien und Venedig) gegen Frankreich muß sich Schottland zwischen der "Auld Alliance" und dem anglo-schottischen Friedensvertrag unterscheiden. James IV. wählt die Bündnistreue zu Frankreich, schickt eine Flotte und marschiert gegen England. Am 9. September 1513 erleiden die Schotten mit 12 000 Gefallenen in der Schlacht von Flodden Field eine vernichtende Niederlage.

1513 - 1542
Auch James V. stärkt die Monarchie und unterstützt die schottische Kirche. Von 1529 - 1530 unternimmt er eine strafende Expedition gegen die "Borders", 1540 geht er brutal gegen die Clans im Hochland und auf den Inseln im Westen vor. Die Trennung zwischen den zivilisierten Schotten im Süden und "wilden" gälischen Schotten verschärft sich. 1537 / 1538 James V. heiratet Marie de Bourbon und entscheidet sich damit für Frankreich und Rom, gegen England und die neue Religion. Ein Jahr später folgt die Heirat mit Marie de Guise und erneute Bestätigung der "Auld Alliance". 1542 Im Krieg gegen Henry VIII. siegen die Schotten bei Hadden Rig und erleiden bei Solway Moss eine Niederlage. James V. stirbt im Dezember. Die Rivalitäten zwischen Frankreich und England in Schottland und zwischen König und Adel, der sich protestantisch oder katholisch, englisch oder französisch orientiert, bilden den politischen Hintergrund für die Reformation in Schottland.

1542 - 1567
Bis 1561 üben der Earl of Arran beziehungsweise Marie de Guise (seit 1554) anstelle der minderjährigen Maria Stuart die Regentschaft aus. Diese wird 1543 im Vertrag von Greenwich mit Edward, Prince of Wales, verlobt. Das schottische Parlament lehnt den Vertrag ab.

1544 - 1547
Die englische Armee unter Somerset verwüstet den Süden Schottlands. 1547 unterliegt die schottische Armee dem englischen Heer bei Pinki; daraufhin legen die Engländer militärische Befestigungen in Schottland an. Das schottische Parlament verlobt Mary mit dem Dauphin von Frankreich 1548, den sie 1558 heiratet.

1549 - 1560
Schon 1525 hatte das schottische Parlament die Einfuhr von Büchern mit reformatorischem Inhalt verboten. Seit 1549 konsolidiert sich jedoch die schottische Reformation unter Führung von John Knox (1512 - 1572). Sie ist stark beeinflußt von kontinentalen Bewegungen, vor allem vom Genfer Calvinismus und von englischen Reformatoren. Politisches Wohlwollen findet sie bei antifranzösischen Adligen und den Städten. 1557 wird der erste Covenant gebildet, der in der Folgezeit die schottischen Protestanten als "Gemeinde Christi" gegen die "Gemeinde des Satans" vereinigt. Gleichzeitig schließt der Adel ein Bündnis gegen die Krongewalt, die das Bischofstum beibehalten will. Knox kehrt 1559 aus Genf zurück, kurz darauf kommt es zum Bildersturm und der Zerstörung von Klostern in Perth. Reformatorische Literatur, Katechismus und Psalmen werden ins Schottische übersetzt

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1560 Confessio Scotica
Die Verträge von Berwick und Leith beenden 1560 die französische Einmischung in schottische Angelegenheiten. Das Parlament der Reformation verabschiedet die "Confessio Scotica", das erste konsequent calvinistische Bekenntnis für ein ganzes Land. Gottes Wort allein soll alle öffentlichen und privaten Angelegenheiten regeln. Das (nicht offiziell angenommene) "Book of Discipline" enthält alle Organisationsprinzipien eines irdischen Gottesreiches unter kirchlicher Leitung. Die kompromißlose Strenge der schottischen Reformation steht im Gegensatz zum Pragmatismus der weitgehend politisch bestimmten Reformation in England.

Der englische "Act of Supremacy" von 1559 überträgt die Macht des Papstes auf den Monarchen, die schottische Reformation besteht auf der genauen Trennung der "Zwei Reiche".

Elisabeth I. Union of the Crowns James VI.,
seit 1567 schottischer König, bekämpft die Lehre von den "Zwei Reichen" und führt die Episkopalverfassung wieder ein. Politisch nähert er sich England an, um seinen Thronanspruch nicht zu gefährden.

1603
Nach dem Tod von Elizabeth I. von England wird Maria Stuarts Sohn James VI. von Schottland als James I. erster König des United Kingdoms.

Die Reformation in Schottland hat zur Stärkung einer ausgeprägten schottischen Identität innerhalb des United Kingdom erheblich beigetragen. Sie entsteht als patriotische Bewegung gegen eine abwesende papistische Königin und verwirklicht calvinistische Prinzipien in allen Lebensbereichen. Hohe moralische Maßstäbe, die Bedeutung persönlicher Rechtschaffenheit, Sinn für Unabhängigkeit und tiefes Mißtrauen gegen staatliche Autorität - das sind bis heute die Ausläufer des schottischen Calvinismus. Der besondere Stellenwert von Erziehung und Lernen erklärt wohl auch den hohen Anteil bei wissenschaftlichen und intellektuellen Leistungen des United Kingdom in den folgenden Jahrhunderten.

James VI. versucht 1598 in der Schrift "Trew Law of Free Monarchies" den Nachweis, daß auch bei einem vom calvinistischen Gemeindegedanken ausgehenden Staatsbegriff eine absolutistische Staatsgesinnung möglich ist.

1606
wird das Bischofstum wieder eingeführt. Seit 1610 stärkt James die Zentralgewalt nach englischem Vorbild.

1617
James VI. kommt nach Schottland und unterdrückt die Unruhen im Hochland, auf den Inseln und in den Borders. In besonderem Maße brutal wird gegen die MacGregor vorgegangen, deren Namen verboten wird. Am schottischen Hof wird die engl. Gottesdienstordung eingeführt, obwohl dies nur von einer General Assembly beschlossen werden kann.

Charles I. regiert ausgeprägt absolutistisch und entmachtet Parlament und General Assembly, indem er unter anderem 1634 das "Book of Canons" erläßt und sich damit zum Oberhaupt der schottischen Kirche macht. Der National Covenant wehrt sich dagegen und fordert freies Parlament und Assembly. Es kommt zu "Bischofskriegen", bis 1639, als sich die Armeen bei Duns Law gegenüberstehen, Charles I. den Covenanters die Erfüllung ihrer Forderungen verspricht. Schottland wird immer mehr in die Auseinandersetzungen zwischen König und englischem Parlament hineingezogen, die beide 1642 um schottische Unterstützung bitten.

Die drei schottischen Stände (Estates), General Assembly und das englisches Parlament schließen die "Solemn League and Covenant" gegen den König. Der Konflikt endet 1649 mit der Hinrichtung Charles I. Charles II. wird 1649 in Schottland zum König ausgerufen. Er unterschreibt 1650 in Breda den Covenant.

Oliver Cromwell fällt 1651 in Schottland ein, erringt Siege bei Dunbar und 1651, im Jahr der Krönung Charles II. in Scone, bei Worcester.

Schottland wird von Cromwell wie ein erobertes Land behandelt und verwaltet. Charles II. flieht. Er wird 1660 zurückgerufen und will als katholischer Monarch absolutistisch herrschen, was ihm das Parlament 1661 ermöglicht. Das Bischofstum wird wieder eingeführt, die Opposition der Geistlichkeit mit polizeistaatlichen Methoden bekämpft.

1679
Die Covenanters werden bei Bothwell Bridge von der königlichen Armee geschlagen. 1681 wird der Herzog von York Statthalter. Der Widerstand der Covenanters, besonders der "Cameronians" oder "Society People", wächst.

1685
Charles II. stirbt und hinterläßt ein durchorganisiertes Schottland im Sinne des Absolutismus. Nach der "Glorious Revolution" in England geht James VII. ins französische Exil.

1689
bieten die drei Estates William von Oranje die schottische Krone an. Im "Claim of Rights" wird die unter Charles II. wiederhergestellte Monarchie mit allen dazugehörigen Gesetzen und Institutionen radikal abgelehnt.

William leistet den schottischen Krönungseid. Die zur Wiedereinführung des Presbyterianismus gegnerisch eingestellten Bischöfe, die sich benachteiligt fühlenden Covenanters und die royalistischen Jacobiten opponieren gegen diese Regelung.

1689
In der Schlacht von Killiecrankie besiegen 1689 Jacobiten westlicher Clans die Anhänger Williams, werden bald darauf aber doch geschlagen. Ein Erlaß amnestiert alle Beteiligten, die vor dem 1. Januar 1692 einen Eid auf William schwören.

Die MacDonalds von Glencoe versäumen 1692 wegen schlechten Wetters den Termin und werden auf Regierungsbefehl von den Campbells, als deren Gäste sie geladen waren, niedergemetzelt. Dieses hinterhältige Massaker von Glencoe spielt bis heute im kollektiven Geschichtsbewußtsein der Schotten eine große Rolle. Verschiedene königliche Kommissionen beider Parlamente befassen sich mit der Vereinigung, die schon William kurz vor seinem Tode empfohlen hatte. Schottland hofft auf den freien Handel, England will bei seinen Auseinandersetzungen mit Frankreich kein feindlich gesinntes Schottland.

1. Mai 1707, Union of Parliaments
Die Union tritt in Kraft: Gemeinsames Parlament, gemeinsame Flagge und Währung. Schottland behält unter anderem sein Rechtssystem und seine presbyterianische Kirchenorganisation. Doch es zeichnen sich drei Problembereiche ab: · das gemeinsame Parlament vernachlässigt Schottlands Wirtschaftsinteressen, · Schottland ist in Parlament und Verwaltung nicht angemessen vertreten, · die schottischen Geistlichen müssen seit dem "Toleration Act" von 1712 den Treueid auf den anglikanischen Souverän schwören. Die Wiedereinführung der Patronage für kirchliche Ämter führt 1743 zur Abspaltung der Reformed Presbyterian Church, die sich als "einzig wahre Kirche der Covenanters" bezeichnet.

In Zentralschottland entwickelt sich um 1710 nach anfänglichen Problemen mit der übermächtigen englischen Konkurrenz vor allem die Textilindustrie. Ab 1710 beginnt die Produktion von Leinen und der berühmten Paisley- Stoffe. Im Jahre 1746 wird die British Linen Company gegründet. Nach 1755 sind auch in der Baumwollindustrie im Großraum Glasgow große Fortschritte zu verzeichnen.

Jacobite Attempts
Die Versuche die Stewarts wieder auf den schottischen Thron zu bringen, die "Jacobite Attempts", haben zwar einen hohen Stellenwert im schottischen Nationalbewußtsein, werden aber von der Bedeutung der Vereinigung für die Wirtschaft überlagert.

1715
Die jacobitische Revolte des Earl of Mar scheitert und wird brutal bestraft.

1725
Ein Gesetz zur Entwaffnung des Hochlands wird erlassen. General Wade baut im Hochland 350 km Straßen.

1729
Erstmals werden Hochländer - Kompanien aufgestellt, die 1739 zum Black- Watch- Regiment zusammengefaßt werden. Viele Hochländer sind durch die Aufstellung von Regimenten politisch neutralisiert.

Bonnie Prince Charlie
Er führte die Clans zum gemeinsamen Kampf gegen das verhaßte Schottland. Alle Clans glaubten an Ihn und leider wurden Sie bei Culloden vernichtend geschlagen

Die Neuzeit in Schottland (zweiter Weltkrieg bis heute)

2. WK 1939 - 1945
Die zentralistisch kriegswirtschaftliche Organisation Großbritanniens im Zweiten Weltkrieg läßt wenig Raum für schottische Eigenständigkeit. Wie im Ersten Weltkrieg ist Scapa Flow Hauptstützpunkt der Home Fleet. Glasgow und die Werften am Clyde sind Ziel deutscher Bombenangriffe.

1945 - 1979
Die Labour-Regierung der ersten Nachkriegsjahre baut den Wohlfahrtsstaat aus, ist aber in Schottland unpopulär.

1947
Die "Scottish National Assembly" in Glasgow erarbeitet einen Covenant für Schottland, der 1949 in Edinburgh begeistert verabschiedet wird. Er verlangt ein selbstverwaltetes Schottland mit eigenem Parlament innerhalb des Vereinigten Königreichs und wird in der Folgezeit von zwei Millionen Schotten unterschrieben. Die Initiative bleibt politisch jedoch ohne Folgen , da die Home Rule kein Thema ist, wie auch das Labour- Wahlprogramm von 1950 zeigt: Zum ersten Mal fehlt hier die Forderung nach der Home Rule. Erst die Erfolge der SNP in den sechziger Jahren zwingen Labour zum Umdenken, bis Premierminister Wilson sich 1974 an die Home- Rule- Bewegung anhängt. Schon von 1970 an werden politische Teilbereiche an Schottland übergeben ("Decade of Devolution").

1971
In der größten Demonstration der schottischen Geschichte protestieren 70 000 Menschen in Clydeside gegen die neue Wirtschaftspolitik der Regierung.

1974
Eine Gebiets- und Verwaltungsreform löst die alten Grafschaften auf.

1977
Zu ihrem 25jährigen Regierungsjubiläum kritisiert Elizabeth II. Nationalismus und Dezentralisierung. Das Schottland- Gesetz zur Einführung der Devolution wird aber im Unterhaus angenommen und erhält 1978 die königliche Zustimmung.

1979
Bei der Volksabstimmung über das Schottland- Gesetz stimmen 1,23 Millionen Schotten für Devolution, 1,15 Millionen dagegen. Diese Mehrheit reicht nicht für die erforderlichen 40% aller Wahlberechtigten aus. Das Scheitern des Referendums hat nur zum Teil wahltechnische Gründe. Labour hatte das Gesetz aus wahlpolitischen Gründen nur halbherzig eingebracht, die Labour- Regierung war unpopulär, und in der Bevölkerung hielt man das Ganze von oben verordnet. Versuche, das Gesetz doch noch zu retten, scheitern. Daraufhin bring die SNP die Callaghan- Regierung im Parlament durch einen Mißtrauensantrag zu Fall.

1979 - 1990, Ära Thatcher
Margaret Thatchers Versuch, die britische Gesellschaft durch radikale Reformen von rechts zu wandeln, stößt in Schottland auf heftigen Widerstand und läßt das Unabhängigkeitsdenken der Schotten wieder erstarken. 1987 erleiden die Konservativen ihre schlimmste Wahlniederlage in Schottland seit 1910: nur noch zehn Abgeordnete. Im öffentlichen Bewußtsein hat Thatcher damit "kein Mandat" für Schottland.
Trotz relativen Wohlstandes in Schottland, das die Wirtschaftsrezension besser übersteht als England, entfremdet sich die schottische Gesellschaft von Staat und Regierung, die als "englisch" gelten. Parallel zu ähnlichen Bewegungen in England wie der Charter 88 entsteht die Bewegung der Civil Politics.

1988
Die Thatcherismus-Debatte erreicht ihren symbolische Höhepunkt, nachdem die Premierministerin vor dem schottischen Kirchentag ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik theologisch zu begründen versucht hatte. Die Geistlichen lehnen diese als unchristlich ab; der Moderator, das gewählte Oberhaupt der schottischen Kirche für dieses Jahr, übergibt ihr ein Buch über christliche Wirtschaftspolitik.
Die Einführung der Kopfsteuer (Poll Tax) provoziert in Schottland breiten Widerstand: bis 1991 ergehen 2,5 Millionen Strafbefehle.

1989
Die Scottish Constitutional Convention (SCC) - ohne Konservative und SNP tritt in Edinburgh zusammen und erarbeitet detaillierte Pläne für ein schottisches Parlament, die auch für eine Reform des gesamten politischen Systems in Großbritannien gelten sollen.

1992
Labour nimmt 1992 die Vorstellungen der SCC in ihr Wahlprogramm auf, doch durch den unerwarteten Wahlsieg der Konservativen entsteht eine groteske politische Situation: 58 der 72 Abgeordneten sind für die Forderungen der SCC gewählt worden, aber John Mayor erklärt, eine schottische Selbstbestimmung würde Großbritanniens Rolle in Europa und der Welt schwächen. Im selben Jahr wird der schottische Labourführer John Smith Vorsitzender der Gesamt-Partei.

1994
John Smith stirbt im Mai 1994. Seine Beerdigung in Edinburgh wird zu einer Demonstration schottischer Identität und Eigenständigkeit.

1997
In einem landesweiten Referendum entscheiden sich 74,3 % aller wahlberechtigten Schotten für eine regionale Volksvertretung. Diese soll bis zur Jahrtausenwende ihre Arbeit aufnehmen und unabhängig von der Regierung in London über Fragen wie Bildung, Gesundheit, Polizei und Wohnungsbau entscheiden können. 63,5 % der Stimmberechtigten sprachen sich außerdem dafür aus, dem neuen Abgeordnetenhaus in Edinburgh begrenzte Steuerhohheit einzuräumen.



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