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Der Nordosten

Diese Region liegt nördlich der Highland Line, jener großen geologischen Verwerfung von Helensburgh im Westen nach Stonehaven im Osten. Der Nordosten hat fruchtbare Felder und den stärksten schottischen Dialekt. Man nannte die Gegend "the Grampain coccoon" - der Kokon hinter den Grampain - Hügeln, abgeschlossen von den Entwicklungen Zentralschottlands. Dies erklärt auch, warum sich hier der alte Dialekt und das starke Unabhängugkeitsstreben der Bewohner erhalten haben. Aber moderne Kommunikationsmittel, neue Siedler und das Öl der Nordsee hinterließen ihre Spuren.

Der Nordosten ist anders: nicht wie die leeren, feuchten, zerklüfteten Einöden der Highlands mit den Resten des gälischen Erbes, und auch nicht wie die lebhaften Industriestädte des zentralschottischen Korridors. Die Gemeinschaft aus Fischern und Bauern wird durch die alten Traditionen zusammengehalten. Aderdeen, Zentrum der Region und drittgrößte Stadt Schottlands, wirkt trotz der Industrieorte am östlichen und nördlichen Stadtrand, die im Zuge der Ölfunde vor der Küste entstanden, immer noch wie eine zu groß geratene Marktstadt.

Geographisch ist der Nordosten eine Reihe von Felsformationen, die sich von den verwitterten Granitgipfeln der Cairngorms in den hügeligen Lowlands erstrecken. Diese Stufen enden in einem Küstenstrich von außergewöhnlicher Schönheit, die nicht zuletzt wegen der Abgeschiedenheit und des rauhen Klimas bewahrt blieben. (Sie können hier getrost auf den Badeanzug verzichten.)

Burgen in Nordostschottland
Der Effekt des "Grampain Coccon" sorgte dafür, daß in dieser Region viele Große Burgen erhalten blieben, die - abgelegen von den Kriegsschauplätzen der schottischen Geschichte - sicher hinter ihren Steinwällen und den dichten Wäldern die Zeit überstanden. Einige sind noch immer Landsitze oder verwalten bewirtschaftete Ländereien, andere unterstehen heute Einrichtungen wie dem National Trust for Scotland und sind der Öffentlichkeit zugänglich. Wenn man durch den Gordon District reist, begegnet man an fast jeder Ecke einem Wegweiser zu einer Burg.

Das Umland in Nordostschottland
Der Nordosten teilt sich in verschiedene Gebiete. An erster Stelle steht die Stadt Aberdeen mit ihrem großen Einzugsgebiet, das Ellon im Norden ebenso wie Inveruie, Alford, Banchory und andere kleine Ortschaften umfaßt, die während des Ölbooms expandierten. Nördlich dieser Region, an der nordöstlichen Spitze in Richtung Kinnaird Head, liegt die Gegend von Buchan, in der seit alters her Landwirtschaft und Fischerei betrieben wird. Die Städte und Dörfer mit ihren Häusern aus Granit ruhen inmitten einer sanften Farmlandschaft. Die Flachlandzone der alten Grafschaft Banff leitet vom eher kantigen Buchan in die sanftere Landschaft von Moray über, das im Regenschatten der hohen Erhebungen des Moray Firth liegen. Westlich von Aberdeen erstreckt sich das Tal des Flusses Dee, das bereits Königin Victoria sehr schätzte, und wo sich heute, inmitten von Hügeln und Wäldern, nicht nur der Adel, sondern auch der eine oder andere ausländische Millionär niedergelassen hat.

Deeside mündet in den Ausläufern der Cairngorms, an deren nordwestlichen Hängen Speyside und der obere Teil von Moray liegen. Nördlich und nordöstlich des Cairngorm - Plateaus und der einsamen Glens in den oberen Regionen der ehemaligen Grafschaft Banffshire stieg einst der Rauch aus den Schwarzbrennereien auf.

Whisky
Heutzutage ist die besonders am Spey konzentrierte Whiskyproduktion ein großes Geschäft. Wie bei französischen Ortsnamen, die für gute Weine stehen, klingen auch hier bis hinab zur Küste die vielen Namen berühmter Malt Whiskys: Macallan, Glenlivet, Glenfiddich, Glenfarclas usw.

Jahrhundertelang produzierten die Gälen uisge beatha (gälisch für "Wasser des Lebens") aus den einfachen Zutaten Gerste, Wasser, Hefe und dem Rauch des Torffeuers. Man unterscheidet Malt und Grain Whisky. Kenner behaupten, der Malt Whisky habe einen ausgeprägten Geschmack und ein feines Bouquet. Moderne Marketing Strategien haben ihm nicht nur zu einem Gütezeichen, sondern auch zu einem höheren Preis verholfen. Für Malt Whisky wird nur gemälzte Gerste verwendet; Grain Whisky kann gemälzte Gerste, aber auch andere Gedreidesorten wie Mais enthalten. Der aus einer einzigen Destillerie stammende "Single Malt" ist feiner als der "Blend", ein Verschnitt aus Malt und Grain Whisky - je höher der Anteil Malt Whisky, deso besser der Blend. Experten unterscheiden Malt aus den Highlands, den Lowlands, aus Islay und Campbeltown, also nach seiner Herkunft, d. h. ob aus dem Osten des Landes (besonders Speyside) oder dem Westen - den Inseln (so Islay). Der aus dem Westen stammende Malt ist besonders "torfig". Die häufig über Torffeuer gemälzte Gerste wird hauptsächlich (aber nicht unbedingt) von ortsansässigen Gedreidebauern verkauft. Whisky wird am besten in alten Sherry - Fässern gelagert. Mindestlagerzeit beträgt 6 Jahre, danach wird der Malt Whisky in Flaschen gefüllt und in alle Welt verkauft.

Aberdeen
Aberdeen ist die nördlichste Großstadt des UK, in Aberdeen leben 200.000 Menschen und mit ihren silbern glänzenden Granithäuseren und den großzügig angelegten Straßen macht sie auf jeden, der sie zum ersten mal besucht, großen Eindruck. Da sie zwischen den Mündungen des Dee und Don liegt, unterhielt die seit 1124 freie Stadt ausgeprägte Handelsbeziehungen nach Europa und entwickelte sich zu einem Industrie- und Dienstleistungszentrum.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts lieferte Aberdeen den typischen silbergrauen Granit nach London und in andere Städte. Zur ungefähr gleichen Zeit entstand das außergewöhnliche Straßenbild, das man heute noch um die Union Street findet.

Im Gegensatz zum weichen Sandstein in Edinburgh und Glasgow ist der Granit aus Aberdeen nur schwer zu bearbeiten. Daher wurde er vorrangig beim Bau von Wohnblocks und Türmen verwendet. Bei Sonnenschein glänzt der Stein wie tausend Spiegel, bei Regen reflektiert er den grauen Himmel.

Viele der Sehenswürdigkeiten Aberdeens liegen nahe beieinander. Am Ostende der Union Street befand sich das alte Siedlungszentrum, auf das heute noch das Mercat Cross hinweist. Dieses Marktkreuz aus dem Jahre 1686 ist mit seinem Wappen und Porträs eines der schönsten in Schottland. Im Tolbooth (Rathaus) gegenüber, dem alten Stadthaus aus dem 17. Jahrhundert, kann man noch die Zellen des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses besichtigen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind: New Town House, Aberdeens Maritime Museum, Provost Ross's House, Marischal College ( protestantisches Gegenstück zum katholischen King's College in Old Aberdeen; 1860 Zusammenschluß der Colleges), Proveost Skene's House, die Aberdeen Art Gallery, die St. Nicholas Kirk, Old Aberdeen, King's College Chapel (eine der schönsten Beispiele einer frühen Universitätskapelle um 1500). Dies soll erst einmal alles aus Aberdeen gewesen sein, natürlich gibt es noch mehr in dieser wunderschönen Stadt zuentdecken, aber das währe hier aufzuführen zu Zeitaufwendig.

Kildrummy Castle and Garden
Das im 13. Jahrhundert erbaute Kildrummy Castle gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Festungen Schottlands - sofern sich das nach einem Blick auf die zerstörten Mauern noch sagen läßt. Kildrummy Castle wurde nach einem ungewöhnlichen, schildförmigen Grundriß erbaut; es erinnert an die Festungen von Caernarvon und Harlech in Wales und kontrollierte einst die Wege durch die Grafschaft Donside nach Norden. Die Burg widerstand mehreren Belagerungen, wurde aber nach der Rebellion von 1715 geschleift, da sie Hauptquartier der Jakobiten war.

Die Kildrummy Castle Gardens liegen im benachbarten Steinbruch, der die für die Burg verwendeten Steine lieferte. In dieser geschützten Lage gedeihen viele seltene Steinpflanzen und Sträucher und ein von einem japanischen Architekten angelegter Wassergarten.

Die Burg ist im Sommer täglich, im Winter nur am Wochenende geöffnet. Der Park ist nur im Sommer zugänglich.

Fyvie Castle
Fyvie Castle gilt mit seinen fünf Türmen als Inbegriff der Burganlagen im Nordosten Schottlands: ein weitläufiges, herrschaftliches Anwesen von beeindruckender Größe, das sich jedoch hinter langen Mauern und hohen Bäumen verbirgt. Der älteste, aus dem 13. Jahrhundert stammende Gebäudeteil - eine quadratische Festung - entwickelte sich im laufe der Jahrhunderte zu einem stattlichen Sitz verschiedener Familien. Hier residierten die Prestons, Meldrums, Setons und die Gordons und fügten dem Schloß immer weitere Gebäudeteile hinzu.

Dann gelangte es in den Besitz von Alexander Forbes Leith, der aus der Gegend stammte und in Amerika ein Vermögen gemacht hatte. Er ließ teilweise völlig neu ausstatten und ergänzte bunte Stilmischung durch edwardianische Opulenz. Fyvie Castle besitzt neben der prächtigen Innenausstattung und den wertvollen Möbeln eine hervorragende Gemäldesammlung, die u. a. Werke von Raeburn enthält. Die Schloßanlage ist ganzjährig geöffnet, das Schloß selbst im Winter geschlossen.

Crathes Castle
Die L - förmige Wehranlage aus dem 16. Jahrhundert bietet einige Sehenswürdigkeiten wie etwa vier Räume mit Deckenmalereien, den Geist einer "grünen Lady" sowie wertvolle antike Möbel aus der Umgebung. Auch die berühmte, durch Eibenhecken unterteilten Gärten mit ihren seltenen Pflanzenarten lohnen besonders im Sommer einen Abstecher von Aberdeen aus. Das Schloß ist während der Sommermonate geöffnet, die Gärten das ganze Jahr hindurch.

Ballater
Das blitzblanke, hübsche Ballater hat vor allem davon profitiert, das die königliche Familie hier von Brot bis Gummistiefel alles einkauft, wenn sie in Balmoral ihre Ferien verbringen; man findet hier mehr "Hoflieferanten" als sonst irgendwo in Schottland.

Bei Ausflügen in die Umgebung sollte man unbedingt Glen Mucki mit seinem großen Rotwildreservat besuchen. Ebenso lohnenswert ist ein Abstecher in die Birkenwälder von Dinnet, besonders Loch Kinord und der Burm o Vat mit guten Wanderwegen um Glen Tanar bei Aboyne. Erfahrene Wanderer können Mounth - Pässe erkunden - eine Reihe hochgelegener alter Pfade, die durch das Bergmassiv der Mounth bis hinab nach Angus führen.

Braemar
Westlich hinter Deeside verläuft die A 93 aus dem Dee - Tal in südlicher Richtung über die Grampains nach Braemar, einem traditionellen Ferienort, der, ähnlich wie Ballater, von den Besuchen der königlichen Familie in Balmoral profitiert. Das ganzjährig geöffnete Highland Heritage Centre widmet sich vor allem der Royal Family und dem Hochlandtreffen der Clans (Braemar Highland Gathering).

Es bieten sich viele Möglichkeiten zu Ausflügen in die Umgebung, z. B. zum Linn of Dee, einer malerischen Felsspalte westlich von Iverey, oder zur Devil's Punchbolw, einer ausgewaschenen Felsformation inmitten der Kiefernwälder des Linn of Quoich. Auch Colonel's Bed bieten Felsen und Wasser: eine enge Schlucht mit rutschigen Felsvorsprüngen im Glen Ey.



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