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Die Northern Highlands

Vom Süden aus scheint Schottland nach Norden hin zu schrumpfen. Doch planen Sie Ihre Fahrt sorgfältig, da man die Entfernungen leicht unterschätzt: Die Strecke Inverness - Thuros ist länger als der Weg von Carlisle nach Glasgow, und der als Schnellstraße ausgebaute Teil der A9 endet kurz hinter Kessock Bridge, in der Nähe der Hauptstadt der Highlands.

In den letzten Jahren wurde die Infrastruktur in diesem Gebiet deutlich verbessert. Ullapool ist kein Nest mehr mit nur einer einspurigen Straße, auf der Fischlaster nach Süden rasen; in einer guten Stunde ist man von Inverness hier. Auch Scourie und Laxford Bridge, hoch im Norden an der äußeren Westküste, sind über ausgebaute Straßen zu erreichen.

Durch diese Verbesserungen bleibt Ihnen mehr Zeit, die Landschaft zu genießen, die eigentlich Attraktion des Nordens. Der Osten erinnert an das Ackerland der Lowlands. Achten Sie auf die Reihen von Caithness - Steinplatten, die als Grenzsteine dienen und typisch für die wenigen, windzerzausten Weideflächen des Nordens sind. Das wilde Moorland reicht an manchen Stellen bis an die östliche Meeresküste heran - wie etwa in Helmsdale. Auf dem Weg nach Westen entfernt man sich von der Küstenzivilisation und gelangt sehr schnell in die morastigen Gebiete von Caithness mit den fremdartig wirkenden Koniferenwäldern.

Dieser Übergang von der kultivierten Landschaft zur ungezähmten, beeindruckenden Natur läßt sich am besten westlich von Contin auf der A832 in der Nähe der Falls of Rogie beobachten: Plötzlich weichen die letzten Wälder, Weiden und Gerstenfelder der Lowlands zurück, und ihr lebendiges Grün wird mit einem Schlag von den Kiefernwäldern, den grauen Hügeln und den böigen Loch der Highlands abgelöst.

Leere Räume
Dahinter beginnt die große Leere. Der Norden ist hauptsächlich, wenn auch nicht ausschließlich entlang der Küste besiedelt, und das Landesinnere entspricht dem typischen Bild der schottischen Highlands. Es handelt sich um ein Netz privater, von ortsfremden Eigentümern als Kapitalanlage erworbener Landgüter, deren große Flächen als Jagdrevier dienen. Die Landbesitzer versuchen, durch den Verkauf von Abschußrechten ihre Investitionen wieder hereinzuholen und fühlen sich in diesem Vorhaben von der ständig wachsenden Zahl der Wanderer und Naturliebhaber bedroht - zumal diese lieber Munros als Hirschgeweihe sammeln.

Glücklicherweise sind einige der schönsten Landschaften wie die Torridons, Kintail und Teile von Coigach im Besitz oder unter der Verwaltung von Naturschutzorganisationen und sollen der Allgemeinheit zugänglich bleiben.

Jenseits des schottischen Highland - Rückgrates, in Wester Ross und vor allem in Sutherland, erheben sich die Sandsteingipfel auf ihrem Sockel aus uraltem, von Gletschern ausgehöhlten Gestein. Gerade diese kargen Landschaften mit ihren Tausenden kleinen Seen, überragt von Klippen, Felsterrassen und zerklüfteten Hügeln bildet die Essenz des Nordens.

Im Sommer sind die Tage in dieser Gegend schon sehr lang - um die Zeit der Sonnenwende kann man noch um 11 Uhr abends im Freien lesen (wenn die Mücken das zulassen). Doch geben sich Klimaveränderungen oft abrupt: Der hohe Norden kennt plötzliche Perioden völliger Windstille, besonders auf den Landzungen. Während die Golfer in Gairloch bei schönsten Wetter ihre Runde spielen, müssen die Bergsteiger in den Torridons Kompaßpeilung vornehmen und die Regenmäntel aus den Rucksäcken hohlen. Auch auf Meereshöhe, bei einem Spaziergang am Loch Clair oder durch das Glen Torrodon mit Blick auf den Laithach, kann man innerhalb von einer Stunde alle vier Jahreszeiten erleben.

Vor allem in den Torridons oder weiter nördlich bei Inverpolly verfällt man nur allzu leicht dem Bann des schottischen Nordwestens. Seit Beginn der 80er Jahre haben die Northern Highlands viele Zuwanderer aus ganz Großbritannien angelockt, was sich bei in einer bemerkenswerten Verbesserung des gastronomischen Angebotes äußert. Obwohl die meisten Touristen nach Norden oder Westen streben, sollte man die sanftere Schönheit von Easter Ross und Caithness mit ihren traditionsreichen Ortschaften nicht vergessen - Cromarty und Dornoch sind nur zwei der hübschen Orte an der Ostküste.

In dieser nördlichen Region scheinen alle Straßen zur "Hauptstadt der Highlands" zu führen. Inverness besitzt zwar mittlerweile eine Umgehungsstraße, ist aber immer noch Knotenpunkt, von dem aus Straßen wie Radspeichen nach Westen und Norden führen. Und wenn trotz sorgfältiger Planung - die Entfernungen sind manchmal länger als angenommen - die Leere, die Einsamkeit und die karge Schönheit dieser felsigen Landschaft zu überwältigend und einschüchternd werden, ist es gut zu wissen, das man innerhalb weniger Stunden wieder in Inverness sein kann, mit seinen Supermärkten, Ampeln und anderen beruhigenden Zeichen der Zivilisation.........

Der Seher von Brahan
Brahan ist ein Landgut in der Nähe von Dingwall, dessen Name heute mit dem berühmten Brahan Seer (Seher von Brahan), dem Highland - Propheten, verbunden wird. Um seine Person ranken sich zahlreiche - tatsächliche und erfundene - Geschichten und Legenden. Man nimmt an, daß es sich bei diesem Seher um einen gewissen Coinneach Odhar (gälisch für "Brown Kenneth") handelte, der gegen Ende des 17. Jahrhunderts auf Brahan arbeitete ....

Seine Prophezeiungen

1. Er sah die Eisen bahn voraus: "Lange Reihen von Kutschen ohne Pferde werden zwischen Inverness und Dingwall und Skye fahren."
2. Aufstieg von Strathpeffer zum Kurort sagte er voraus, über die Quelle sagte er: "So wenig einladend und erfreulich sie jetzt ist .. wird doch der Tag kommen, daß man sie unter Schloß und Riegel hält."

Einige seiner Prophezeiungen sind unheimlich, vor allem über die schreckliche Katastrophe, die die Welt ereilt, wenn der Ness in Inverness von fünf Brücken überspannt werde - einige Tage vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die fünfte Brücke über den Fluß eingeweiht. ( Die fünfte Brücke über den Ness war wohl "eine zuviel".)

3. Seine beunruhigenste Prophezeiung ist zum Teil schon eingetroffen: Er sah das kommen der Schaffe im 19. Jahrhundert und damit die verbundene Entvölkerung der Glens voraus. Der Rest seiner Weissagung steht noch aus: " Das Rotwild und andere wilde Tiere in den großen Wäldern werden von einem schwarzen Regen ausgelöscht. Dann werden die Menschen zurückkehren und das Land ihrer Väter wieder in Besitz nehmen." (Eine Ölpest oder ein nuklearer Fallout sind nur zwei der in den Highlands diskutierten möglichen Deutungen.)

Ein unvorhergesehenes Ende
Brown Kenneth ereilte ein trauriges Schiksal, als er während eines Adelstreffen, zu dem man ihn eingeladen hatte, auf dem telepatischen Wege sah, was der Ehemann von Lady Seaforth zu diesem Zeitpunkt trieb (er war seiner Frau in Paris untreu). Für diese Beleidigung vor allen Anwesenden ließ Lady Seaforth ihn in einem Teerfaß verbrenne. Eine Gedenktafel erinnert an diese Ereignis. Aber wahrscheinlich traf dieses Schiksal nicht den Seher, sondern einen anderen, der Hexerei verdächtigten Brown Kenneth ein Jahrhundert zuvor. Jemand, der die Zukunft vorhersagen konnte, hätte die Konsequenz einer Beleidigung seiner Gastgeberin sicherlich vorhergesehen .....

Cromarty
Ein Abstecher auf die Black Isle führt nach Cromatry, einer der schönsten schottischen Städte: der Ort erlebte mit Heringsfischerei und Küstenhandel gute und schlecht Zeiten, boomt jedoch dank der Ölförderung wieder.

Cromarty Courthouse ist der beste Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Stadt. Das Besucherzentrum erläutert die Entwicklung Cromartys zu einem blühenden Handelszentrum des 18. Jahrhunderts. Wer genügend Zeit hat, sollte die "Personal Tape Tour" vorbei an den schönsten Häusern der Stadt buchen.

Dornoch
Wenn es nicht so weit im Norden läge, wäre Dornoch berühmt: Eines der schönsten Städtchen Schottlands mit einer hübschen Kirche, umgeben von einer malerischen Landschaft mit großen Sandstränden und einem bekannten Golfplatz. Inzwischen sorgt die Eröffnung der Dornoch Bridge an der A9 für Erleichterung. Aufgrund seiner großartigen Golfmöglichkeiten nennt man Dornoch auch "St. Andrews des Nordens". Die mehrfach umgebaute und veränderte Dornoch Cathedral stammt aus dem 13. Jahrhundert (täglich geöffnet), als die Stadt Sitz der Bischöfe Caithness war. Neben langen Spaziergängen durch den Ort, wo sich in den kleinen Gärten die Rosen vom gelben Sandstein abheben, kann man das frühere Gefängnis besuchen, das heute als Handwerks- und Ausstellungszentrum dient (im Winter am Wochenende geschlossen). Auch die Strände nördlich und südlich der Stadt laden bei Ebbe zu Wanderungen über die sauberen Strandbänke und Ufer des Dornoch Firth ein.
Sonnenuntergang über Kintail, unbedingt mitzuerleben

Zwischen Dornoch und Golspie liegt der Beinn a Bragaidh; die Spitze dieses Hügels westlich der A9 krönt eine Statute, die in ihrer Größe den gewaltigen Monumenten kommunistischer Führer ähnelt. Der von Sir Francis Chantney geschaffene Koloß erinnert an den ersten Duke of Sutherland ( gestorben 1833), die treibende Kraft hinter den Veränderungen in den Highlands, die schließlich zu einer Massenemigration führten.

Kintail
Wie sehr sich die Wahrnehmung der Landschaft verändern kann, zeigt Dr. Johnsons Bemerkung anläßlich einer Reise durch diese Gebiet. Er beschrieb die Berge des Great Glen als ".... form- und nutzlose Gebilde, von der Natur vernachlässigt und bar jeder Schönheit ...". Heute ist Kintail gerade wegen dieser elementaren Natur besonders beliebt. Ein Großteil des Gebiets, einschließlich der berühmten, malerischen Five Sisters of Kintail, ist heute Schutzgebiet des National Trust for Scotland. Alle fünf Bergspitzen sind Murons, ebenso viele andere Gipfel östlich des Glen Shiel. Auch die Falls of Glomach, die 113 Meter tief ins abgelegene Glen Elchaig stürzen, stehen unter dem Schutz des National Trust und sind über einen acht Kilometer langen Pfad durch unwegsames Gelände zu erreichen. Kleiden Sie sich wie zu einer Bergwanderung !

Das bekannteste Wahrzeichen dieser Gegend ist das Schloß Eilean Donan Castle auf einer Insel im Loch Duich. Die Burg wurde 1719 von britischen Kanonen zerstört und 1913 - 32 wieder aufgebaut. Sie ist im Sommer täglich zu besichtigen und enthält eine Gedenkstätte des Clan Macrea, dessen Sitz sie lange Zeit war. Am Ende des Glen Shiel führt eine kleine Straße zum Glen Elg. Ein Ausflug lohnt sich, denn neben einem wunderschönen Blick auf Skye und Knoydart findet man hier auch die besterhaltenen Steintürme (brochs) des schottischen Festlands: Dun Televe ist neun Meter hoch. Ebenso in der Nähe liegen die Ruinen der Bernera Barracks, 1722 zum Schutz gegen die Jakobiten errichtet.



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